Obsoleszenzmanagement: Bestandteil eines ganzheitlichen Leiterplattenbestückungsprozesses

Leiterplattenbestückung gilt für viele als rein technischer Fertigungsschritt – Bauteile auf eine Platine setzen, verlöten, testen, fertig. Doch wer mit komplexen elektronischen Systemen arbeitet, weiß: Dahinter steckt weit mehr. Bei elbatronic betrachten wir die Bestückung von Leiterplatten als Teil eines ganzheitlichen Prozesses, der Planung, Materialwirtschaft, Qualitätssicherung und Lebenszyklusmanagement intelligent miteinander verknüpft.

Wie zukunftssicher ist mein Produkt?

Immer häufiger stehen Unternehmen vor der Frage: Was passiert, wenn bestimmte Bauteile abgekündigt werden? Genau hier setzt ein strategischer, oft unterschätzter Bestandteil unseres Portfolios an: das Obsoleszenzmanagement.

Denn eine moderne Fertigung endet nicht bei der Auslieferung – sie denkt über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Bei elbatronic ist Obsoleszenzmanagement kein Add-on, sondern integraler Teil unserer Systemdenke.

Warum Obsoleszenzmanagement heute unverzichtbar ist

Obsoleszenz ist kein Randthema mehr – sie ist längst zu einem wirtschaftlich kritischen Faktor geworden. Denn Produktlebenszyklen elektronischer Komponenten verkürzen sich drastisch: Laut einer Studie von IHS Markit liegt die durchschnittliche Verfügbarkeit vieler Halbleiter-Bauteile heute bei weniger als fünf Jahren – in manchen Segmenten sogar unter drei. Für Betreiber von Investitionsgütern mit Betriebsdauern von zehn, zwanzig oder mehr Jahren wird das zur echten Herausforderung.

Obsoleszenzmanagement ist deshalb keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit – und zwar nicht nur im High-Tech-Bereich. Auch in Industrieanlagen, Schienenfahrzeugen oder sicherheitsrelevanten Steuerungssystemen drohen durch nicht mehr verfügbare Komponenten hohe Kosten, Risiken und erhebliche Planungsunsicherheit.

Wenn Bauteile verschwinden: Die Realität der Abkündigungen

Ein typisches Beispiel: Ein Lieferant kündigt ein zentrales Bauteil mit kurzer Frist ab („Last Time Buy“). Ohne frühzeitige Analyse und Beschaffungsstrategie bleiben nur zwei Möglichkeiten – teure Re-Designs oder unproduktive Lagerbestände. Beides bedeutet Verlust an Ressourcen, Budget und Zeit.

Der Punkt ist klar: Wer sich nicht mit Obsoleszenz beschäftigt, wird von ihr überrascht. Mit einem professionellen Ansatz lassen sich hingegen nicht nur Risiken minimieren, sondern auch echte Wettbewerbsvorteile schaffen – durch gesicherte Ersatzteilversorgung und nachhaltige Investitionen.

Was bedeutet Obsoleszenz-Management? Definition und zentrale Aspekte

Obsoleszenzmanagement bezeichnet die strategische, systematische Auseinandersetzung mit der Veralterung von Produkten und Komponenten innerhalb eines technischen Systems – und das über dessen gesamte Nutzungsdauer hinweg. Ziel ist es, durch frühzeitige Informationen und klare Prozesse die Verfügbarkeit sicherzustellen, Kosten zu kontrollieren und Risiken zu minimieren.

Ein professionelles Obsoleszenzmanagement erfordert also strukturierte Prozesse und interdisziplinäre Zusammenarbeit – von der Entwicklung bis hin zum Einkauf.

Herausforderungen in der Praxis: Abkündigungen, Lieferengpässe & Co.

Die Theorie klingt klar – doch in der Realität bringt Obsoleszenzmanagement zahlreiche praktische Herausforderungen mit sich. Denn Veralterung passiert nicht geplant, sondern oft plötzlich, unkoordiniert und mit massiven Auswirkungen auf laufende Systeme und Produktionsprozesse.

Ein zentrales Problem ist die mangelnde Transparenz in der Lieferkette: Viele Unternehmen verlassen sich auf Informationen ihrer Lieferanten, ohne selbst aktiv zu überwachen, ob kritische Komponenten oder Materialien abgekündigt werden.

Häufige Ursachen und Herausforderungen in der Praxis sind:

  • Kurzfristige Abkündigungen durch Hersteller – oft ohne verpflichtende Vorlaufzeiten

  • Lieferengpässe durch geopolitische Krisen, Pandemien oder Ressourcenknappheit

  • Ungepflegte Datenbanken zu Bauteilen und deren Lebenszyklen

  • Fehlende Strategie für alternative Beschaffungswege

  • Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten (Single Source Risk)

Hinzu kommt: Klassische Einkaufsprozesse sind häufig nicht auf Obsoleszenz ausgelegt. Der Fokus liegt auf Kosten und Verfügbarkeit im Hier und Jetzt – nicht auf der planbaren Lebensdauer und Zukunftssicherheit von Bauteilen.

Für Unternehmen bedeutet das: Ohne vorausschauende Planung wird Obsoleszenz schnell zum Risikofaktor – technisch wie wirtschaftlich.

Der Ansatz von elbatronic – proaktiv, strategisch, integriert

Bei elbatronic betrachten wir Obsoleszenzmanagement nicht als isolierte Zusatzleistung, sondern als integralen Bestandteil unserer gesamten Elektronikfertigung. Unser Ziel: Die Systeme unserer Kunden über die gesamte Betriebsdauer hinweg leistungsfähig und versorgbar zu halten – unabhängig davon, ob es um Baugruppen für industrielle Steuerungen, Sicherheitstechnik oder andere Investitionsgüter geht.

Unsere Herangehensweise verbindet Fertigungstiefe, Datenkompetenz und strategische Prozessintegration. Im Fokus steht unsere Spezialisierung auf die Fertigung: Sobald uns Informationen über kritische Komponenten, mögliche Risiken in der Lieferkette oder relevante Lebenszyklusdaten vorliegen, informieren wir unsere Kunden proaktiv. Darüber hinaus weisen wir frühzeitig auf mögliche Alternativen hin, um die langfristige Funktionsfähigkeit und Versorgungssicherheit sicherzustellen.

Einige konkrete Maßnahmen im elbatronic-Obsoleszenzmanagement:

  • Lebenszyklusbasierte Stücklistenbewertung: Wir prüfen aktiv, ob Bauteile bereits nah an der Abkündigung sind und schlagen bei Bedarf Alternativen vor.

  • Last Time Buy-Beratung und Umsetzung: Bei drohender Abkündigung beraten wir unsere Kunden zu sinnvollen Vorgangsstrategien

  • Interdisziplinäre Projektteams: Bei elbatronic arbeiten Einkauf, Projektplanung eng zusammen – damit technische Lösungen und wirtschaftliche Realität zusammenpassen.

Durch diese strategische Verzahnung ermöglichen wir unseren Kunden eine bessere Planungssicherheit, vermeiden unnötige Investitionen in Redesigns und erhöhen die Verfügbarkeit ihrer Produkte über Jahre hinweg. So wird Obsoleszenz nicht zur Störgröße, sondern zu einem steuerbaren Faktor im Lebenszyklusmanagement.

Vorteile für Betreiber, Einkäufer und Systemverantwortliche

Ein professionelles Obsoleszenzmanagement wirkt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette positiv aus – von der Beschaffung bis zur Instandhaltung. Denn jedes Gewerk hat seine eigenen Herausforderungen im Umgang mit veraltenden Komponenten – und profitiert auf unterschiedliche Weise von einem durchdachten, integrierten Ansatz.

Für Entwickler elektronischer Systeme steht vor allem die Betriebssicherheit im Vordergrund. Wenn eine Baugruppe in einem Schienenfahrzeug oder einer Produktionsanlage aufgrund fehlender Ersatzteile nicht mehr lieferbar ist, drohen lange Ausfallzeiten, hohe Kosten und im schlimmsten Fall regulatorische Konsequenzen. Durch frühzeitige Identifikation kritischer Komponenten und vorausschauende Bevorratung lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren.

Auch auf der strategischen Ebene liefert Obsoleszenzmanagement Mehrwerte:

  • Weniger Investitionsrisiken

  • Höhere Kundenzufriedenheit durch planbare Produktzyklen

  • Bessere Argumentation bei Ausschreibungen und Kundenprojekten

  • Sichtbare Qualitätsmerkmale im Wettbewerb

Kurz: Unternehmen, die Obsoleszenz als Teil ihrer Strategie begreifen, machen sich zukunftssicher – technisch, organisatorisch und wirtschaftlich.

Ihr Vorteil mit elbatronic: Vorausschauend statt überrascht handeln

Obsoleszenz lässt sich nicht verhindern – aber sie lässt sich managen. Als Spezialist für Leiterplattenbestückung mit ganzheitlichem Ansatz unterstützt elbatronic Unternehmen dabei, Produkte langlebig und verfügbar zu halten. Wir verbinden tiefes technisches Know-how mit strategischer Beratung und sorgen so dafür, dass Ihre Investitionen wertstabil und einsatzbereit bleiben – auch über viele Jahre hinweg.

Profitieren Sie von einem professionellen Obsoleszenzmanagement, das mitdenkt – von Anfang an.

elbatronic GmbH
Döhlener Gewerbering 5
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